Universitätssportclub Leipzig e.V.
Klettern und Naturschutz
Illegale Baumfällungen
An mehreren Stellen im Nationalpark wurden in den letzten Jahren offenbar illegal Bäume oder heranwachsende Bäumchen gefällt,
die in der Nähe von Kletterwegen als störend empfunden wurden.
Als Reaktion darauf hat die Nationalparkbehörde im Herbst 2007 den Tümpelgrund und damit auch eine Reihe von Gipfeln zeitweilig gesperrt,
siehe auch die Links unter Aktuelle Infos.
Auch wenn sowohl der Schadensumfang als auch die Verhältnismäßigkeit der Reaktion verschieden bewertet werden -
es ist keinesfalls tolerierbar, daß aufgrund solcher Aktionen Einzelner die mühsam erreichten Kompromisse zwischen Kletterern und Nationalpark auf's Spiel gesetzt werden.
Es gibt einen Ansprechpartner, der die Probleme mit störenden Bäumen sammelt und weiterleitet:
Günter Teich, 01477 Fischbach, Wilschdorfer Str. 14.
Bergsportkonzeption Sächsische Schweiz
Wanderwege Sächsische Schweiz
Seit 2001 sind nun die veränderten Regelungen zu Wanderwegen, Bergpfaden und Kletterzugängen in Kraft.
Ob die Sperrung von weiträumigen Gebieten im Zschand, in die sich in den Jahren vorher kaum noch jemand verirrte,
wirklich notwendig gewesen ist, kann man sich sicher streiten (siehe auch der Kommentar
aus dem Jahr 2002 dazu).
Verbliebenes Problem ist nach wie vor der derzeit gesperrte Grenzweg,
wobei hier offensichtlich auch die tschechische Nationalparkverwaltung eine Lösung verhindert -
deren Chef ist übrigens gleichzeitig Fotograf und veröffentlicht regelmäßig exklusiv Bilder aus dem gesperrten Gebiet.
Ein weiteres Problem betrifft den unten aufgeführten Punkt 2: Außerhalb der Kernzone kann jeder erkennbare Weg genutzt werden.
Seit mehreren Jahren wird nun immer wieder das Wirken von Heinzelmännchen beobachtet,
die, besonders an Abzweigen von weniger großen Wegen, Gestrüpp und Baumteile auf dem Weg aufgeschichtet haben -
ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... Unsere Bergfreunde sind aufgerufen, wachsam zu bleiben.
Die Geschichte zur Problematik Wanderwege:
Seit 1998 gab es Streit um die Sperrung von Wanderwegen im Nationalpark (siehe Archiv weiter unten).
Anfang 2000 wurde angeblich das Kriegsbeil begraben.
Ab diesem Zeitpunkt fand die Diskussion hinter verschlossenen Türen statt.
Ende Juli 2000 veröffentlichte die Sächsische Zeitung unter dem Titel
"Wandern nach Vorschrift" die wichtigsten Punkte einer zustandegekommenen Vereinbarung:
- striktes Wegegebot in der Kernzone (nur markierte Wege und Zugänge erlaubt)
- außerhalb der Kernzone alle erkennbaren Wege erlaubt
- Inkrafttreten der Regelungen: Frühjahr 2001
- Einzelheiten:
- Teilsperrungen im Kleinen Zschand geplant (siehe weiter unten)
- Im Großen Zschand ist die Begehbarkeit des Grenzweges noch umstritten
- Ausweisungen als Bergpfad im Kleinen Zschand:
Nördlicher Weg über den oberen
Teil der Westelschlüchte, ab Abzweig von den Raubsteinschlüchten und über
das Hintergründel auf den Gehackten Weg, südöstlicher Zugang über
den vom Roßsteig abzweigenden Gehackten Weg bis zum Kleinen Kuhstall
- Freigabe im Kleinen Zschand:
Gehackter Weg zwischen Abzweig Roßsteig und Kuhstall,
Verbindungsweg vom oberen Teil der Westelschlüchte bis zum Gehackten Weg,
Abzweig von den oberen Westelschlüchten bis zur Aussicht oberhalb des
Bärenfangkegels
- Sperrungen im Kleinen Zschand:
Oberer Fremdenweg/Kleiner Winterberg: markierter Zugang zum Pavillon,
andere Abschnitte werden gesperrt;
Sperrung des unteren Teils der Westelschlüchte;
Sperrung des Försterloches (Ruhezone)
- Bergpfade im Großen Zschand:
Weberschlüchte bis zur Webergrotte, Goldsteig,
Kletterzugang Blaues Horn - Sandschlüchte, Reitsteig
- Sperrung Alter Flößersteig
- Begangsteig: Kletterzugang
- Weg vom Schwarzberggrund zum Tümpelgrund: Bergpfad
- Lehrpfad Hohnstein: Verlagerung von der Wartenbergstraße in den Kohlichtgrund
- Neuschaffung eines Zugangs zum Aussichtspunkt oberhalb des Großen Halben
(Bergpfad)
- Verbindungsweg Burg Neurathen - Burg Altrathen: Bergpfad
- Griesgrund: Bergpfad
- Rotkehlchenstiege: Bergpfad
- Obere Affensteinpromenade: Bergpfad
- Hirschgrund: Kletterzugang
- Lorenzlöcher / Wilder-Grund-Turm: Kletterzugang
- Unterer Terrassenweg (Schmilka): Kletterzugang (Markierungen kommen weg)
- Oberer Terrassenweg: Bergpfad
- Häntzschelstiege / Langes Horn: Bergpfad (neue Wegführung), nur Aufstieg
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Kletterverbote
Die früher im Auftrag des Fachbeirates (ehem.Bundesausschuß) Klettern und Naturschutz zusammengestellten Übersichten sind nicht mehr online verfügbar.
Es gibt das "Felsinformationssystem" des DAV, welches allerdings derzeit noch unvollständig, nicht immer aktuell und in der Bedienung langsam und gewöhnungsbedürftig ist.
Folgende Übersichten zu Sperrungen sind unter "kletterregelungen.alpenverein.de" zu finden
(Stand: i.d.R. 2006, wobei nicht klar ist, ob die Seiten weiter gepflegt werden):
Weitere Seiten zum Thema Klettern und Naturschutz:
Meinungen und Kommentare - Archiv
- Neues Jahr - neue Sperrungen - Der Kommentar des Jahres 2002
- Wegesperrungen in der Sächsischen Schweiz (1998-2001)
Die seit einiger Zeit laufenden Verhandlungen zwischen Nationalpark, Bergsportverbänden und Umweltverbänden sollten dem Ziel dienen,
eine gemeinsam getragene Nutzungskonzeption für die einzelnen Klettergebiete der Sächsischen Schweiz zu erarbeiten.
Aufgrund von widersprüchlichen und teilweise unserösen Verlautbarungen der
Nationalparkleitung insbesondere zum Wegekonzept in der Sächsischen Schweiz
fand zunehmend eine öffentliche Diskussion statt.
Erschwert wurde dies aber durch bereits geschaffene "vollendete Tatsachen",
(z.B. Entfernen von Wegweisern), die an die seinerzeitige Nacht- und Nebel-Zerstörung von ausgebauten Boofen erinnern.
Im Gegensatz dazu wurden ehemals schöne Wanderwege "normgerecht" ausgebaut,
um mit dicken Baumstammgeländern den "Sonntagstiroler" vor dem versehentlichen
Tritt ins nasse Gras zu bewahren.
Kommentare und Seiten zum Thema:
- Zweite Kurklinik auf der Ostrauer Scheibe (1996)
- "Bundeswehrübung" in der Sächsichen Schweiz (1996)

© Matthias Mann, 06.11.2007